Energieberater Michael Ploner

Energieeffizient in die Zukunft

Glossar


Abgasverluste
Bei der Verbrennung von Öl oder Gas im Heizkessel kann die eingesetzte Energie nicht ohne Verluste an das Heizsystem abgegeben werden. Die warmen Abgase, die über den Schornstein in die Atmosphäre entweichen, enthalten eine verhältnismäßig große Wärmemenge, die als Abgasverlust bezeichnet wird.

Aufsparrendämmung
Wärmedämmung, die von außen auf die Dachsparren (also zwischen Sparren und Dachhaut) aufgebracht wird.

Außenwand-Luftdurchlass (ALD)
Öffnung in der Außenwand (oder im Fenster), die den Luftwechsel unterstützt.

Blockheizkraftwerk (BHKW)
Kompaktes Kraftwerk, das gleichzeitig Strom und Heizwärme erzeugt.

Blower-Door-Test
Siehe Luftdichtheitstest

Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV)
Erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen –
1. BImSchV), gilt für die Errichtung, die Beschaffenheit und den Betrieb von Feuerungsanlagen; legt Grenzwerte für Stickstoffoxide und Abgasverluste fest.

Brennwertkessel
Heizkessel mit besonders hohem Wirkungsgrad. Nutzt zusätzlich die im Abgas enthaltene Wärme durch Kondensation des darin befindlichen Wasserdampfs.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Zentrales Gesetzbuch des deutschen Privatrechts. Enthält u.a. grundlegende Regelungen für Verträge und deren Erfüllung.

CE-Zeichen
Kennzeichnet die Übereinstimmung von Produkten mit europäischen Herstellungsnormen.

CO2
Kohlendioxid, farb- und geruchloses Gas, das bei der Verbrennung entsteht. Es verstärkt den Treibhauseffekt und bewirkt Klimaveränderungen

CO2-Emission
Freisetzung von Kohlendioxid in die Atmosphäre bei der Verbrennung, z.B. durch fossile Energieträger

Dämmputz
Putz, der gleichzeitig in gewissem Maße wärmedämmend wirkt.

Dampfbremse
Folie oder Schicht mit begrenzter Durchlässigkeit für Wasserdampf.

Dampfsperre
Eine Bauteilschicht, die auf der warmen Seite eines Bauteils (meistens die Innenseite) angebracht wird und die Wasserdampfdiffusion behindert. Sie muss luftdicht ausgeführt sein. Sie soll eine unzulässig hohe Durchfeuchtung der Dämmschicht durch eindiffundierenden Wasserdampf verhindern. Sie kann gleichzeitig die Aufgaben der Luftdichtschicht übernehmen. Je nach Grad der dampfbremsenden Wirkung wird von Dampfsperren oder Dampfbremsen gesprochen.

Diffusion
Hier: langsame Bewegung von Wasserdampf, von Orten höherer Konzentration (z. B. Innenluft) zu Orten mit geringerer
Konzentration (z. B. Außenluft).

diffusionsoffen
Hier: Bauweise, die Diffusion von Wasserdampf durch Bauteile zulässt.

Drainage
Wasserdurchlässige Schicht, z. B. Kies, die zur Ableitung von Oberflächenwasser von Gebäuden eingesetzt wird.

DVGW-Prüfzeichen
Prüfzeichen der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V.

Effizienzklasse
Die energetischen Kennwerte eines Gebäudes werden im Energieausweis seit 1. Mai 2014 nicht mehr nur auf einer
Skala von grün bis rot dargestellt, sondern zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet. Ähnlich wie bei der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten reicht die Skala von A+ (niedriger Energiebedarf/-verbrauch) bis H (hoher Energiebedarf/-verbrauch). Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen behalten aber ihre Gültigkeit.

Endenergie
Vom Verbraucher nutzbare Energiemenge nach Anlieferung an der Grundstücks- oder Hausgrenze, also etwa Heizöl im Tank des Endverbrauchers, Holzpellets vor der Feuerungsanlage oder Fernwärme an der Hausübergabestation.

Endenergiebedarf
Die berechnete Energiemenge, die bei deutschlandweit gemittelten Klimaverhältnissen zur Deckung des Heizwärmebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs einschließlich der Verluste der Anlagentechnik benötigt wird. Wie groß diese Energiemenge tatsächlich ist, hängt von den Lebensgewohnheiten der Gebäudebenutzer und den jeweiligen örtlichen Klimaverhältnissen ab.

Energieausweis
Dokument, in dem der energetische Zustand eines Gebäudes dargestellt und bewertet wird. Zusätzlich sind Empfehlungen zur Modernisierung enthalten. Der Energieausweis oder eine Kopie davon ist allen Miet- und Kaufinteressenten auf Nachfrage zu übergeben.

Energieberatung
Energieberatung ist eine Dienstleistung, die von Energieberatern durchgeführt wird. Bei einer Vor-Ort-Begehung des
Gebäudes überprüft der Energieberater den energetischen Zustand des Gebäudes, zeigt auf, welche Modernisierungsempfehlungen für das Gebäude sinnvoll sind, welche Kosten entstehen, welche Förderungen es gibt und wann sich die Investitionen rechnen. In einem erläuternden Gespräch mit dem Eigentümer dienen diese Informationen als Entscheidungsgrundlage für die anstehenden Sanierungsmaßnahmen.

Energieeinsparverordnung (EnEV)
Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden, in der aktuellen
Fassung seit Mai 2014 in Kraft.

Energieverbrauchskennwert
Er gibt den gemessenen Energieverbrauch in Kilowattstunden pro m2 Fläche und Jahr (Abk. kWh/( m2·a)) eines Gebäudes wieder und soll das Gebäude energetisch bewerten. Er gilt immer für das Gebäude als Ganzes.

Heizwärmebedarf
Jährlich für die Beheizung der Räume benötigte Energiemenge. Wird herangezogen, wenn Häuser oder Gebäude nach ihrem Energiebedarf bewertet werden.

Infrarot-Thermografie
Bildhafte Darstellung von Oberflächentemperaturen, wird z. B. zur Analyse von Wärmebrücken eingesetzt.

kapillaraktive Dämm-Materialien
Hier: Dämm-Material, das durch seine Kapillarwirkung die Feuchtigkeit, die durch Diffusion eingedrungen ist, zurück in
den Raum leiten kann.

KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren”
Förderprogramm für umfangreiche energetische Modernisierungen an Wohngebäuden (www.kfw.de).

Kohlendioxid
Siehe CO2.

Kollektor (auch Solarkollektor)
Bauelement in Solaranlagen, das die solare Strahlungsenergie in nutzbare Wärme für die Trinkwassererwärmung und Raumheizung umwandelt.

Konstanttemperaturkessel
Auch Standardheizkessel: Heizkessel älterer Bauart, der mit konstanten Kesselwassertemperaturen von 80 bis 90°C betrieben wird. Er hat hohe Abstrahlverluste und geringe Nutzungsgrade.

Kraft-Wärme-Kopplung
Gleichzeitige Erzeugung von Strom und Heizwärme, z. B. in Heizkraftwerken oder Blockheizkraftwerken.

Luftdichtheitsschicht
Eine Luftdichtungsschicht ist eine Bauteilschicht, die auf der warmen Seite eines Bauteils (meistens Innenseite) angebracht wird und die die Strömung der warmen Innenraumluft nach außen verhindert. Die Luftdichtheit wird z. B. durch luftdichten Putz, Dichtbänder oder luftdichte Folien hergestellt.

Luftdichtheitstest
Auch „Blower-Door-Test”: Methode zur Untersuchung der Luftdichtheit eines Gebäudes oder einer Wohnung.

Luftwechsel
Maß für den Austausch von (verbrauchter) Raumluft gegen (frische) Außenluft; wird angegeben in Anteil des ausgetauschten Raumvolumens pro Stunde.

Niedertemperaturkessel
Heizkessel moderner Bauart, der mit abgesenkter oder gleitender Kesselwassertemperatur betrieben wird. Dies ermöglicht geringe Abgas- und Bereitschaftsverluste sowie höhere Nutzungsgrade.

Perimeterdämmung
(lat.: Perimeter = Umfang) Hier: Dämm-Material, das für Wände im Erdreich eingesetzt wird.

Photovoltaik
Stromerzeugung aus Sonnenlicht.

Primärenergie
Energieinhalt von Energieträgern, die noch keiner Umwandlung unterworfen wurden, also Erdgas, Steinkohle, Erdöl, Kernbrennstoffe wie Uran, aber auch regenerative Energiequellen wie Wasserkraft, Sonne und Wind.

Primärenergiekennwert
Vergleichswert für die primärenergetischen Anforderungen an ein Gebäude gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV). Wird im Energieausweis für Gebäude angegeben.

regenerative Energien
Energieformen, die dauerhaft zur Verfügung stehen (Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft etc.) oder durch nachwachsende Rohstoffe bereitgestellt werden.

Rohrbegleitheizung
Elektrisches Heizband, das an wasserführenden Rohrleitungen unter der Wärmedämmung verlegt wird (als Ersatz
für die Zirkulationsleitung zur Aufrechterhaltung der Wassertemperatur oder Frostschutz von Rohrleitungen).

selektive Beschichtung
Schwarze Oberfläche in Sonnenkollektoren mit sehr hohem Absorptionsvermögen für Sonnenlicht und geringer Wärmeabstrahlung.

Solarthermie
Nutzung der solaren Strahlungswärme für Heizung oder Wassererwärmung.

Sonnenkollektor
Bauelement, das in Solaranlagen zur Gewinnung von Sonnenwärme eingesetzt wird.

Standardheizkessel
Siehe Konstanttemperaturkessel.

Thermostatventil
Hier: Heizkörperventil, das die Raumtemperatur automatisch regelt.

transparente Wärmedämmung
Lichtdurchlässiges Wärmedämm-Material, das Energiegewinne durch Eintritt von (Sonnen-) Licht zulässt, die Wärmeverluste jedoch reduziert.

Traufbereich
Anschlussbereich zwischen Längsaußenwand und Dach, Bereich unterhalb des Dachüberstands (bei Schrägdächern
hinter der Dachrinne).

Überström-Luftdurchlass (ÜLD)
Verschiedenartige Öffnung in Zimmertrennwänden oder im Bereich der Wohnungsinnentüren. Ermöglicht eine Luftweiterleitung zwischen verschiedenen Räumen.

Unterspannbahn
Wasserdichtes Material unter der Dacheindeckung. Hält Regen und Flugschnee ab.

Untersparrendämmung
Wärmedämmung im Dachraum, die unter den Sparren angebracht wird.

U-Wert
Wärmedurchgangskoeffizient, früher k-Wert, übliches Maß für die Wärmedämmeigenschaft von Bauteilen. Der U-Wert des gesamten Fensters Uw (Index w für englisch: window) setzt sich aus dem U-Wert des Rahmens Uf (Index f für englisch: frame), dem U-Wert des Glases Ug (Index g für englisch: glas) und der Wärmebrücke am Randverbund zusammen. Zwischen Uw und Ug muss immer genau unterschieden werden.

Ü-Zeichen
Kennzeichnet die Übereinstimmung von Produkten mit nationalen Anwendungsnormen.

Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)
VOB ist in einen A- und einen B-Abschnitt unterteilt. Der A-Abschnitt enthält die Regelungen zur Vergabe von Bauleistungen durch die öffentliche Hand. Im Abschnitt B regelt die VOB grundlegende Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen. Während für die öffentliche Hand eine Anwendung der VOB Pflicht ist, können private Vertragspartner freiwillig – zum Beispiel im Bauvertrag – die Anwendung vereinbaren.

Vollsparrendämmung
Wärmedämmung im Dachraum, die zwischen den Sparren über die volle Höhe des Sparrens angebracht wird.

Vorhangfassade
Wärmedämmsystem, bei dem zwischen Dämm-Material und Witterungsschutz eine belüftete Luftschicht angeordnet ist.

Vorsatzschale
Hier: Äußere Schicht einer zweischaligen Wand, die den Witterungsschutz sicherstellt.

Wärmebrücke
Thermische Schwachstelle in einer Baukonstruktion mit deutlich größerem Wärmeverlust im Vergleich zu den angrenzenden Bereichen.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Wärmedämmsystem, bei dem Dämm-Material, Dübel, Putzträger und Außenputz eine Einheit bilden.

Wärmeleitfähigkeit
Fähigkeit eines Baustoffs zur Wärmeleitung.

Wärmemengenzähler
Gerät zur Messung der Wärmeenergie von Flüssigkeiten. Wird z. B. in Heizungs-, Solaranlagen und Warmwassersystemen eingesetzt.

Wärmepumpe
Gerät, das mithilfe von (meist elektrischer) Energie der Umwelt (z. B. Luft oder Erdreich) Wärme entzieht und z. B. für
die Raumheizung nutzbar macht.

Wärmerückgewinnung
Nutzbarmachung von Abwärme, z. B. aus Abluft oder Abwasser

Zirkulationsleitung
Rohrleitung, in der das Warmwasser umgewälzt wird, damit es an der Zapfstelle sofort warm zur Verfügung steht. Wird bei langen Leitungswegen eingesetzt.

 



E-Mail
Anruf